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Die gängigsten Flamenco-Tänze

Die nachfolgenden Beschreibungen beziehen sich nur auf die gängigsten Flamenco-Tänze. Es soll nicht als eine Auflistung aller Flamenco-Tänze interpretiert werden.

Sevillanas

Die Sevillanas ist ein aus Sevilla stammender, in Südspanien verbreiteter, Volkstanz der zum Flamenco gezählt wird. Typischerweise wird die Sevillanas im Paar getanzt, wobei zwei Frauen, aber traditionell niemals zwei Männer miteinander tanzen können.

Es wird stets eine Serie von vier Sevillanas (coplas), getanzt, die vom rhytmischen Aufbau her stets gleich sind, sich aber jeweils von der Melodie und dem Text des Gesanges unterscheiden. Die Tanzschritte der vier Coplas sind verschieden, obwohl sich einige Elemente, wie der Sevillanas-Grundschritt und die sogenannte Pasada (Platzwechsel), oft wiederholen.


Tangos

Der Tango Gitano hat nichts mit dem argentinischen Tango zu tun. Er wurde früher meisterhaft von den Zigeunern, eben den Gitanos, gesungen und getanzt. Heute erfreut sich dieser Tanz allgemeiner Beliebtheit und wird auch von den Tanzenden mit Begeisterung geübt und getanzt. Der Tango wird im 4/4 Takt getanzt und hat damit denselben Rhytmus wie die Rumba. Trotzdem sind beide Tänze leicht voneinander zu unterscheiden. Dieser Tanz bringt am meisten das hervor, was der Laie mit Flamenco verbindet. Ein sehr freuriger Tanz, der mit einer schnellen Choreographie getanzt wird und jede Menge Fußarbeit enthält.


Tientos

Die Tientos haben sich aus den Tangos entwickelt. Sie sind jedoch langsamer, ernster und trauriger als die Tangos. Es kommt häufig vor, dass ein Tientos zum Ende hin schneller wird und in einen Tango übergeht. Der Tientos ist schwer zu interpretieren, da dafür eine wirkliche Begabung für Ausdruck nötig ist.


Alegrías

Alegría ist ein Flamenco-Stil, der zu den "cante chico" (kleiner, also leichter, fröhlicher Gesang) gezählt wird. Der Tanz besteht aus schnellen und langsamen Teilen, sowie einem besonderen Fußteil (Escobilla) und geht häufig am Ende in eine Bulería über. Die Melodie des Gesangs ist traditionell, es gibt eine Vielzahl von Texten. Typisch für die Alegría ist der Beginn des Gesangs mit "triti-tran"


Garrotín

Der Garrotín ist ein sehr typischer "baile chico", leicht und beschwingt von seinem Wesen. Dieser wird meist mit Hut (Sombrero) getanzt und ist locker und fröhlich.


Fandango

Der Fandango war im 18 Jahrhundert sehr beliebt. Im 19 Jahrhundert entwickelte sich der Fandango in Andalusien zu einer Form des Flamenco, einem seiner "Palos", die sich wiederum in mehrere Untergruppen aufteilen lässt. Heute hat der Fandango seinen festen Platz im Kanon der Palos des Flamencos. Die Melodie des Fandango ist monoton und gleichförmig, sie erstirbt in einem traurigen Seufzer, der Tanz hingegen ist lebhaft und überwältigend.


Farruca

Tempowechsel und ausdrucksstarke Abschlüsse zeichnen die Farruca aus. Bis vor wenigen Jahren galt die Farruca als reiner Männertanz, da für sie vor allem die langen schnellen und kraftvollen "Zapateos" (Fußschritte) typisch sind. Heute wird er auch von Frauen in Hosen getanzt. Es erfordet viel Fußarbeit um eine Farruca zu tanzen.


Bulería

Die Bulería ist einer der populärsten und vielseitigsten Palos des Flamenco. Ihre Stimmung ist meist ausgelassen, ihr Rhythmus ist extrem rasant. Es ist ein "cante festero" (fröhlicher, festlicher Gesang), hat aber durchaus auch "Cante Jondo" Elemente (schwermütiger Gesangsstil) und erfordert einen hohen Grad an Rhythmusgefühl. Heute ist die Bulería ein Favorit, da sie sehr anpassungsfähig ist und viel Improvisation erlaubt. Sie wird im 12er Rhythmus getanzt und gerne als Abschluss einer Auftrittssequenz (por fin de Fiesta) oder eines Tanzstil (z.B. Lagría por Bulería) getanzt.


Solear

Die Solear wird oft als die Königin unter den Flamencotänzen bezeichnet. Dementsprechend hat der Tanz im 12er Takt einen majästetischen Charakter. Die Themen handeln von Liebe, Tod, Verzweiflung. Der Name lässt sich von "soledad" Einsamkeit ableiten.

 

Flamencokunst aus Spanien

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