Flamenco

Beschreibung der Tänze.

Die nachfolgende Beschreibung bezieht sich nur auf die gängigsten Flamenco-Tänze. Es soll nicht als eine Auflistung aller Flamenco-Tänze interpretiert werden.

Sevillanas

Die Sevillanas werden traditionell mit einem Partner getanzt. Die Struktur der einzelnen Tänze ist immer gleich. Drehungen und besonders die Seitenwechsel sind traditionell festgelegt. Wer die Sevillanas erlernt hat, kann sie mit jedem Tänzer oder Tänzerin in und außerhalb von Spanien tanzen. Dieser Tanz bietet sich als Einstieg in den Flamenco an, da er fast alle Grundelemente enthält. Die Choreographie erstreckt sich über vier Strophen und ist damit natürlich sehr umfangreich. Hier ist Ehrgeiz gefragt. Die Musik ist sehr ansprechend und abwechslungsreich und Spanien ist voll von schönen Sevillanas.


Fandangos

Der Fandango ist ein Tanz im 3/4 Takt. Die Provinz aus dem der Fandango kommt, bestimmt seine Darstellung. Man unterscheidet hier: Fandango de Malaga, Fandango de Almeria, Fandango der Huelva, usw. Im Unterricht wird der Fandango aus Huelva getanzt. Er bietet sich besonders für Anfänger des Tanzes an, weil er eine gut hörbare und tanzbare Taktstruktur aufweist. Eine einfache Choreographie mit wenig Fußarbeit. Dieser Tanz, so er mit Ausdruck, Grazie und zum Schluss mit Temperament getanzt, wird vom Publikum besonders gerne gesehen. Ein typischer Volkstanz eben.


Rumba

Traditionell wurde die Rumba im Kreis getanzt. In der Mitte befindet sich eine Person, die von den umstehenden Personen mit Händeklatschen und Zurufen beim Tanz begleitet wird. Je nach Temperament und Laune wird dann gewechselt und jemand anderer betritt die Kreismitte. Dieser Tanz wird erst mit einer vollständigen Choreographie erlernt. Erst wenn die Schülerinnen offener und locker geworden sind, fängt man mit einzelnen Solo-Einlagen an. Dieser Tanz wird sehr gerne angenommen und kommt auch gut beim Publikum an.


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Tanguillos de Cádiz

Der Tanguillo ist ein fröhlicher und sehr heiterer Tanz aus Cadiz, der weißen Stadt. Er wird ebenfalls im 4/4 Takt getanzt und hat fast heitere Texte, die sehr ironisch sind. Taconeos (Fußarbeit) sind bei diesem Tanz die Hauptsache. Diese sind aber nicht so schnell, dass die Tänzerinnen nach dem Erlernen und Üben der Schrittfolgen pausenlos aus dem Takt fallen könnten. Der Tanz erinnert mit seinem Rhythmus sehr an die spanischen Volkstänze, die gern zu allen Festen getanzt werden.


Garrotín

Der Garrotín ist ein sehr typischer Baile chico, leicht und beschwingt von seinem Wesen. Sein Rhythmus gleicht dem des Tangos bzw. dem des Tanguillos. Dieser im 19. Jahrhundert entstandene Tanz wird gerne heiter und kokett getanzt.


Tientos

Die Tientos entwickelten sich aus den Tangos, sind im Gegensatz zu diesen aber langsam und getragen. Er erfordert - wie viele der getragenen Cantes - sowohl von dem Cantor als auch von dem Bailaor wesentlich mehr Ausdrucksvermögen.


Tangos

Der Tangos Gitano hat nichts mit dem argentinischen Tango zu tun. Er wurde früher meisterhaft von den Zigeunern, eben den Gitanos, gesungen und getanzt. Heute erfreut dieser Tanz sich allgemeiner Beliebtheit und wird auch von den Tänzerinnen mit Begeisterung geübt und getanzt. Der Tango wird im 4/4 Takt getanzt und hat damit denselben Rhythmus wie die Rumba. Trotzdem sind beide Tänze ganz leicht voneinander zu unterscheiden. Dieser Tanz bringt am meisten das hervor, was der Laie mit Flamenco verbindet. Ein sehr feuriger Tanz mit einer schnellen Choreographie getanzt, die jede Menge Fußarbeit enthält.


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Alegrías

Die Alegrías wird allgemein als die Königin der Flamencotänze benannt. Getanzt wird im 3/4 Takt und 1/2 Takten. Damit kommt man auch gleich zum Problem. Die Taktführung ist nicht ganz einfach und ein gutes Gehör für die Musik ist hier gut. Die Melodie der Alegrias ist jedoch sehr einprägsam und kann am Anfang schon fast das Zählen vergessen lassen. Auf die Arme der Tänzerinnen wird hier besonders viel Wert gelegt; außerdem wird hierzu mit sehr viel Temperament eine Choreographie getanzt. Ebenfalls enthalten ist natürlich auch sehr viel Fußarbeit (Escobilla), die einige Besonderheiten enthält.


Soleares

Die Soleares hat zwar die gleiche Takt-Struktur wie die Alegrias, aber eine andere Melodie. Auch die Stimmungslage ist nicht so fröhlich und heiter, sondern eher getragen und kraftvoll. Deshalb ist hier ein ganz anderer Ausdruck im Tanz gefragt. Hier kommt die Persönlichkeit jeder Tänzerin besonders zum Ausdruck, weil an manchen Stellen dies besonders hervortreten muss, um den Tanz glaubwürdig zu machen. Einfach nur jede Menge Choreographie und Fußarbeit reichen hier nicht, obwohl der Tanz im Übermaß alles enthält. Hier wird Kondition und Einsatz in der Fußarbeit erwartet. Der Rhythmus muss so sitzen, dass jede andere Soleares auch darauf getanzt werden kann. Keine einfache Sache.


Seguirillas

Ursprünglich wurde die Seguirillas, ein stark von den Gitanos beeinflusster Stil, nicht getanzt. Erst Mitte der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde sie für den Baile flamenco entdeckt. Etwa 25 Jahre später wurden bei diesem Tanz erstmalig die Kastagnetten eingesetzt, die weniger mit dem Flamenco, als mit der andalusischen Folklore zu tun haben. Heute ist die Seguirillas nicht mehr von den Bühnen wegzudenken und zählt zu dem Grundrepertoire des Flamencotanzes.


Bulerías

Die Bulería stammt aus der Gegend um Jerez. Sie ist ein Tanz im ausgesprochenen Zigeunerstil - Text und Tanzstil sind witzig und frech. Getanzt wird sie im 12/4-Takt.

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SALSAPARTY
jeden Freitag ab 21.30 h

Feinste Musik in Salsa,
Bachata und Merengue
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